KI-Lebendrekonstruktion: Tromerosaurus solumons, ein neu beschriebener Tyrannosaurier aus der Oldman Formation in Alberta, in seinem Lebensraum an einem spätkreidezeitlichen Flussufer.
Entdeckung im Fokus
Aus der Forschung
Kanadas neuer Tyrannosaurier sprengt den Raubsaurier-Stammbaum
Vor rund 77 Millionen Jahren lebte in den Flussauen des heutigen Alberta ein Raubsaurier, den bisher niemand kannte. Jetzt hat das Tier einen Namen: *Tromerosaurus solumons*, ein neuer Tyrannosaurier aus der Oldman Formation in Kanada.
Vor rund 77 Millionen Jahren lebte in den Flussauen des heutigen Alberta ein Raubsaurier, den bisher niemand kannte. Jetzt hat das Tier einen Namen: *Tromerosaurus solumons*, ein neuer Tyrannosaurier aus der Oldman Formation in Kanada. Sein Oberkiefer trägt Merkmale zweier berühmter Verwandter zugleich und bringt den Stammbaum der großen Raubsaurier ins Wanken.
Ein Riss quer durch die Rippe, darum ein Wulst aus frischem Knochen: Als der Tyrannosaurus „Scotty“ starb, war sein Körper noch dabei, den Bruch zu reparieren. In dieser T. rex Rippe aus Saskatchewan in Kanada stecken feine Röhren aus Katzengold. Form und Lage sprechen dafür, dass es Abgüsse von Blutgefäßen sind, die beim Heilen des Bruchs neu wuchsen.
Rund 2,5 Meter lang, mit Beinen wie ein Landtier und begraben in den Ablagerungen eines alten Sees: In der Provence haben Forscher einen neuen Süßwasser-Mosasaurier beschrieben. Mosasaurier gelten als Meeresreptilien der Kreidezeit. Dieses Tier namens *Garamaudo bauciensis* lebte vor etwa 85 Millionen Jahren wahrscheinlich im Süßwasser, bei Bouc-Bel-Air in Südostfrankreich.
Drei Knochen von der Steilküste bei Cabo Espichel in Portugal stammen aus der frühen Kreidezeit, und ein früher Vogel war es nicht: Form und Größe schließen das aus. Sie passen zu einem kleinen Raubsaurier aus der engsten Verwandtschaft der Vögel. Zwei der Armknochen könnten von einem einzigen Tier stammen, das etwa so groß war wie ein heutiger männlicher Truthahn. Solche kleinen Raubsaurier sind von der Iberischen Halbinsel kaum bekannt.
Neue Studien, kurz erklärt. Das Datum der Originalstudie steht bei jeder Meldung.
KI-Rekonstruktion: Thoracosaurus isorhynchus, ein langschnäuziger Krokodilverwandter der Spätkreide. CT-Scans seines Schädels stützen ein Leben im Meer.KI-Rekonstruktion: Tiefenzeit / GPT Image
Forscher haben drei Schädel von Thoracosauriern im Computertomografen durchleuchtet. Zwei stammen von Thoracosaurus isorhynchus aus Frankreich und Schweden, einer von Eothoracosaurus mississippiensis aus den USA. Die Krokodilverwandten mit langer, schmaler Schnauze lebten am Ende der Kreidezeit und kurz danach an den Küsten Europas und Nordamerikas.
Das Innere der Schädel spricht für ein Leben im Meer. Darauf deuten ein vergrößerter Riechbereich, große Bogengänge im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs und eine fehlende Knochenwand zwischen Innenohr und Gehirnraum hin. Wegen weiter Atemgänge zwischen Nase und Rachen konnten die Tiere wahrscheinlich nicht tief tauchen. Vielleicht nutzten sie diese Gänge für Lautsignale.
Offen bleibt, wohin die Gruppe im Stammbaum gehört: zu den Gavialen oder außerhalb der heutigen Krokodile. Die Scans stützen keine der beiden Ideen eindeutig.
Vor rund 77 Millionen Jahren lebte in den Flussauen des heutigen Alberta ein Raubsaurier, den bisher niemand kannte. Jetzt hat das Tier einen Namen: *Tromerosaurus solumons*, ein neuer Tyrannosaurier aus der Oldman Formation in Kanada. Sein Oberkiefer trägt Merkmale zweier berühmter Verwandter zugleich und bringt den Stammbaum der großen Raubsaurier ins Wanken.
Geprüftvor 19 Std.Quelle: A new albertosaurine from the Oldman Formation, Alberta, Canada, illuminates ambiguity between albertosaurine and tyrannosaurine characteristics
Drei Knochen von der Steilküste bei Cabo Espichel in Portugal stammen aus der frühen Kreidezeit, und ein früher Vogel war es nicht: Form und Größe schließen das aus. Sie passen zu einem kleinen Raubsaurier aus der engsten Verwandtschaft der Vögel. Zwei der Armknochen könnten von einem einzigen Tier stammen, das etwa so groß war wie ein heutiger männlicher Truthahn. Solche kleinen Raubsaurier sind von der Iberischen Halbinsel kaum bekannt.
Geprüftvor 3 TagenQuelle: Probable Paravian Fossils from the Barremian of Lusitanian Basin: Implications for Early Cretaceous European Theropod Diversity
Drei 66 Millionen Jahre alte Zähne aus der Hell Creek Formation in Nordamerika liefern einen konkreten Messwert zur T. rex Körpertemperatur: 36,3 Grad Celsius, plus oder minus 2,5 Grad. Damit lag der Räuber aus der späten Kreidezeit im Bereich heutiger Säugetiere und Vögel. Über diese Frage wird seit Langem gestritten, harte Messwerte gab es kaum. Jetzt liegt einer vor.
Geprüft27. Sept. 2026Quelle: The body temperature of Tyrannosaurus rex
Im Kreuzbein eines Edmontosaurus stecken noch Reste seines eigenen Eiweißes. Genauer: Bruchstücke von Kollagen, dem Stützeiweiß, das Knochen stabil und elastisch macht. Ein Team um Lucien Tuinstra fand dafür drei unabhängige Hinweise. Das Fossil stammt aus der Oberkreide von South Dakota – und befeuert einen Streit, der die Forschung seit Jahrzehnten beschäftigt.
Geprüft14. Sept. 2026Quelle: Evidence for Endogenous Collagen in Edmontosaurus Fossil Bone
Rund 2,5 Meter lang, mit Beinen wie ein Landtier und begraben in den Ablagerungen eines alten Sees: In der Provence haben Forscher einen neuen Süßwasser-Mosasaurier beschrieben. Mosasaurier gelten als Meeresreptilien der Kreidezeit. Dieses Tier namens *Garamaudo bauciensis* lebte vor etwa 85 Millionen Jahren wahrscheinlich im Süßwasser, bei Bouc-Bel-Air in Südostfrankreich.
Geprüftvor 18 Std.Quelle: Garamaudo bauciensis, a new freshwater mosasaurid (Reptilia, Squamata) from the Santonian (Late Cretaceous) of Provence, southeastern France
Fischsaurier legten in der Trias einen Blitzstart hin. Nach dem Median eines neuen Evolutionsmodells war die Spannweite ihrer Schädellängen vor etwa 231,1 Millionen Jahren am größten. Da lag erst rund ein Achtel ihrer Stammesgeschichte hinter ihnen. So steht es in einer noch nicht begutachteten Studie. Weder Meeresspiegel noch Meerestemperatur, Gesteinsfläche oder Sedimentschichten zeigen einen Wendepunkt, der signifikant dazu passt.
Geprüftvor 3 TagenQuelle: A novel phylogenetic comparative model reveals strong signals for early high disparity in ichthyosaurs
Ein Skelett aus Asturien reißt eine alte Grenze ein: Dieser Ichthyosaurier Spaniens gehört eindeutig zu *Ichthyosaurus anningae*, einer Art, die bisher nur aus Dorset in England sicher belegt war. Gemessen am Oberarmknochen ist er obendrein das größte bekannte Tier seiner Art. Er schwamm im Unteren Jura durch ein Meer, dessen Tierwelt Nordspanien eng mit Großbritannien verband.
Geprüftvor 5 TagenQuelle: First record of Ichthyosaurus anningae outside the United Kingdom: new evidence from the Lower Jurassic of northern Spain
Ein Gesteinsblock aus Japan lag mehr als drei Jahrzehnte im Museum – und steckte voller Mosasaurier-Knochen, die niemand erkannt hatte. Forschende fanden darin vier übersehene Knochen, darunter den ersten bestätigten vorderen Oberkieferknochen eines Mosasauriers aus Japan. Ein Knochen am Hirnschädel zeigt eine Merkmalskombination, die zu keinem beschriebenen Mosasaurier passt. Eine neue Art ist möglich, aber nicht belegt.
Ein Fossil aus dem Silur hat sein Geheimnis lange gehütet: *Entelognathus primordialis* trug zwei Kiemendeckelplatten statt der einen, die bisher beschrieben war. Das zeigen neue Scans der Originalstücke. Sie verändern das Bild früher Panzerfische mit Kiefer. Ein Bauteil, das als Knorpel galt, ist in Wahrheit ein Knochenfortsatz – und ein zweiter Urfisch teilt die auffälligsten Merkmale dieses Bauplans.
Geprüftvor 3 TagenQuelle: Reappraisal of the opercular anatomy in the ‘maxillate placoderms’ Entelognathus primordialis and Qilinyu rostrata
Eine neue Studie ordnet die nordamerikanischen Trias-Amphibien neu. Fossilien aus Texas, New Mexico und Arizona liefen bisher unter dem Namen *Anaschisma browni*. Die Analyse stützt diese Zusammenlegung nicht. Zwei Arten aus Texas bekommen deshalb eigene Gattungen. Beim angeblichen Zwerg *Apachesaurus gregorii* stießen die Forschenden außerdem auf ein Exemplar, das mutmaßlich von einem erwachsenen Tier stammt.
Geprüft24. Sept. 2026Quelle: Specimen-level phylogenetic analysis and taxonomic revision of North American metoposaurids: a case for monospecific genera in vertebrate paleontology
Ultraschall im Jura, lange vor den Fledermäusen: Ein Insekt sang bereits oberhalb von 20 Kilohertz. Forschende haben seinen Ruf aus Fossilien rekonstruiert und damit eine überraschende Spur zu den Gefahren des frühen Insektengesangs freigelegt. Denn wer singt, erreicht auch unerwünschte Zuhörer: lauschende Räuber auf der Suche nach Beute. Im Mittelpunkt stehen 20 Fossilien aus China und ein Sänger mit ungewöhnlich hoher Stimme.
Geprüft11. Sept. 2026Quelle: Reconstruction of an extinct soundscape reveals ultrasonic communication in the Jurassic
Wie lernten Dinosaurier (bzw. ihre Verwandten) das Fliegen? Lange dachten wir, erst wuchsen die Flügel, dann passte sich das Gehirn an. Eine neue Studie dreht alles um!
Ein Riss quer durch die Rippe, darum ein Wulst aus frischem Knochen: Als der Tyrannosaurus „Scotty“ starb, war sein Körper noch dabei, den Bruch zu reparieren. In dieser T. rex Rippe aus Saskatchewan in Kanada stecken feine Röhren aus Katzengold. Form und Lage sprechen dafür, dass es Abgüsse von Blutgefäßen sind, die beim Heilen des Bruchs neu wuchsen.
Geprüftvor 18 Std.Quelle: In situ analysis of vascular structures in fractured Tyrannosaurus rex rib
Rekordfund aus Marokko: Forschende haben den ältesten bisher bekannten Stachelhäuter Afrikas beschrieben. *Atlaseocrinus issafenensis* lebte vor rund 520 Millionen Jahren, genau in der Zeit, in der diese Tiergruppe zum ersten Mal im Fossilbericht auftaucht. Der Neuling räumt auch in Spanien auf: Eine dort 2004 beschriebene Art verliert ihre alte Gattung, und den Ausschlag gibt ein einziges Plättchen am unteren Körperende.
Geprüftvor 4 TagenQuelle: Paleobiogeographic implications of the earliest echinoderms from western Gondwana
Ein großer Pflanzenfresser und mehrere kleinere Raubdinosaurier haben ihre Tritte auf engstem Raum hinterlassen, und zwar wahrscheinlich zur selben Zeit. Diese Dinosaurier-Spuren aus dem Mittleren Jura von Yorkshire sind ein seltener Fall. Die Region steckt voller Fährten, doch Belege für verschiedene Arten, die zur selben Zeit am selben Ort unterwegs waren, sind dort deutlich seltener.
Geprüftvor 4 TagenQuelle: A brief insight into dinosaur communities and behaviour based on an unusual assemblage of tracks from the Middle Jurassic of Yorkshire, UK
Elf Fossilien aus dem Burgess-Schiefer zeigen ein Schadensbild, das bei Trilobiten sonst selten auftaucht: verbogene und verletzte Wangenstacheln am Kopfschild. Bei *Olenoides serratus* aus dem Kambrium kommen solche Missbildungen häufiger vor als bei anderen Trilobiten. Die Ursache liegt möglicherweise in der Häutung der Trilobiten, bei der das Tier seinen Kopf in den Boden drücken musste.
Geprüftvor 6 TagenQuelle: Unique pattern of injuries in Olenoides serratus from the Burgess Shale elucidate moulting process in trilobites
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